Freie Medienarbeit muss zuMutbar sein

Eine Sendereihe der freien Radios Oberösterreichs zum Thema “Arbeit in Freien Medien” im Vorfeld der Landtagswahlen 2009

Freie Kultur – und Medienarbeit ist jenes Feld, auf dem gesellschaftliche Modell in der Praxis erprobt und Analysen für zukünftige Entwicklungen gezogen werden.

Das Schaffen von Strukturen gesellschaftlicher Beteiligung, Beeinflussung und Intervention ist Arbeit. Denn: Arbeit leisten alle Menschen, die sich bewusst schöpferisch mit der Natur, der Kultur und der Gesellschaft auseinandersetzen. SinngeberInnen dieser Prozesse sind Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Anschauungen.

Anlässlich der Landtagswahlen 2009 in Oberösterreich stellt Freie Kultur-und Medienarbeit ihre Handlungsfähigkeiten unter Beweis, macht Rahmenbedingungen unter denen die Arbeit passiert sichtbar und arbeitet an deren Verbesserung. Die Landtags – und Gemeindewahlen 2009 sind eine entscheidende Wegmakierung für die politische Entwicklung in Oberösterreich.

Der freie Zugang zu Mitteln der Medienarbeit muß gewährleistet sein. Dies braucht Strukturen die dies ermöglichen um qualifizierte Voraussetzungen für bis zu 550 ehrenamtliche SendungsgestalterInnen in Oberösetrreich zu schaffen.

Die Kulturplattform OÖ und der nicht kommerzielle Rundfunk haben sich zusammengeschlossen um für bessere Rahmenbedingungen der freien Medienarbeit zu sorgen und bringen in den folgenden Sendungen einen Einblick in die aktuelle Situation und ihre Forderungen an die Politik.

Den Medienpolitik ist Kulturpolitik, und muss auch von den KulturpolitikerInnen als solche verstanden werden.

 

Die Sendungen sind jeweils

mittwochs von 18 bis 18:30 auf Radio FRO in Linz und dem Freien Radio B138 in Kirchdorf zu hören.

donnerstags im Freien Radio Salzkammergut um 11:05 bis 11:35 Uhr und

dem Freien Radio Freistadt von 17 bis 17:30 Uhr.

 

Zu den Inhalten der einzelnen Sendungen:

Erstausstrahlungen auf Radio FRO und B138 von 18 bis 18:30

26. August, Oberösterreich – wirklich ein Land der Freien Radios? Hintergründe und Ergebnisse der Gesprächsrunde „ Förderung Freier Medien in OÖ“ (Produziert von Radio FRO)

2. September, Die Leistungen und Forderungen des nicht-kommerziellen Rundfunks in Oberösterreich (produziert vom Freien Radio Salzkammergut)

9. September, Journalistische Ausbildung im Freien Rundfunk – Leistungen und Forderungen (produziert von Radio FRO)

 

16. September, Ein neues Fördermodell für Freie Medien
(produziert vom Freien Radio Freistadt)

 

23. September, Freie Medien und die Wahlen 2009
(produziert von Radio FRO und dem Freien Radio Salzkammergut)

 

Die Sendereihe findet im Rahmen der Kampagne „Kulturarbeit muss zuMutbar sein“ in Kooperation mit Radio FRO, dem Freien Radio Salzkammergut, dem Freien Radio Freistadt und dem Radio B138 in Kirchdorf an der Krems statt.


Freie Kultur- und Medienarbeit, die alle Bereiche der Gesellschaft durchdringt, mischt sich ein und arbeitet daran, dass die Rahmenbedingungen zuMUTbarer werden. Weitere Informationen zur Kampagne finden sie unter
zumutungen.at

Links zu den Radiostationen:

Das Linzer Stadtradio Radio FRO:  www.fro.at

Das Freie Radio Salzkammergut:  www.freiesradio.at

Das Freie Radio Freistadt: www.frf.at

Das Freie Radio B138: http://radio-b138.at

 

Weitere Infos unter http://www.zumutungen.at







 

 

Pressemitteilung der Freien Radios und Community TV in Oberösterreich
vom 23.8.2009

ÖVP, SPÖ und Grüne bekennen sich zu einer Erhöhung der Förderungen für Freie Radios und
Community TV in OÖ ab 2010.
Aber: Zuerst muss noch gewählt und verhandelt werden...

Vergangenen Samstag  trafen sich beim Linzer Radio FRO VertreterInnen aus Politik,
Verwaltung, Freien Radios und Community TV, um gemeinsam mit rund 50 Radio- und
TV-Macherinnen die Zukunft der Landesförderung für Freie Radios und Community TV zu
diskutieren.

Eine deutliche Erhöhung der Landesförderung ab 2010 forderten Veronika Leiner (Radio FRO)
und Gabriele Kepplinger von der Community TV Initiative "matrix". SPÖ, ÖVP und Grüne
schlossen sich dem Wunsch an. Konkrete Zahlen gibt es vor den Wahlen im Herbst allerdings
keine.

Die Zeit drängt. Die 2007 eingerichtete Förderung von jährlich 180.000 für drei Freie
Radios läuft mit Jahresende aus. Seit 2007 kann der nichtkommerzielle Rundfunk auf eine
beispiellose Steigerung der Produktionsvielfalt verweisen. 11.000 Stunden redaktionelles
Radioprogramm gehen pro Jahr auf Sendung. Mittlerweile 600 ehrenamtliche RedakteurInnen
sind aktiv. Mit B138 ist bereits ein viertes Freies Radio dazugekommen. Das Community
Fernsehen DORF startet als zweites nichtkommerzielles TV in Österreich demnächst den
Sendebetrieb, digital-terrestrisch im OÖ Zentralraum. DORF und B138 sind im bisherigen
Fördertopf nicht berücksichtigt.

Die Freien Radios und Community TV fordern deshalb eine Erhöhung von 180.000 auf 600.000
€ jährlich.

"Zuerst wählen, dann zählen, dann verhandeln ..."
Maria Buchmayr (Grüne), Jasmin Chansri (SPÖ), Bernhard Baier (ÖVP) und Gerhard Hasenöhrl
(als Leiter der Landespresseabteilung für die Förderungen zuständig) waren sich in einem
Punkt einig: Die Leistungen des nichtkommerziellen Rundfunks werden durchwegs anerkannt
und geschätzt. Tatsächlich ist OÖ in diesem Bereich Vorreiter. In keinem anderen
Bundesland gibt es ein so vielfältiges Angebot an Freien Radios.

Die Höhe der künftigen Förderung wird freilich vom Wahlergebnis und den anschliessenden
Regierungs- und Budgetverhandlungen sein. Für Grüne und SPÖ ist die Förderung der
nichtkommerziellen Medien auf jede n Fall ein Thema. Auch Bernhard Baier von der ÖVP (als
Obmann des Linzer Kulturzentrums HOF übrigens auch Mitgesellschafter bei Radio FRO)
verspricht, dass es mit der ÖVP keine Schlechterstellung des Freien Bereichs gibt, in
welcher Konstellation auch immer.

Rückfragen an:

Mag. Otto L. Tremetzberger, MBA


Freier Rundfunk Freistadt GmbH
Salzgasse 25, 4240 Freistadt
Mobil: 0043 (0) 664 9201325
E-Mail: otto.tremetzberger@frf.at